Mittwoch, 14. Juli 2010

Katzenfutter selber machen (mit Rezept)

Es gibt viele Gründe, das fertige Feucht- oder Trockenfutter aus dem Supermarkt durch selbst gemachtes Katzenfutter zu ersetzen.

Sei es, dass man seiner Katze mal etwas besonderes bieten möchte oder, dass man in Zeiten von Schweine- und Vogelgrippe den Fleisch-Abfall-Produkten im Katzenfutter gegenüber misstrauisch wird.

Auch Katzen, die ihre normale Nahrung verweigern (z.B. wenn sie krank sind), können sehr positiv auf selbst zubereitetes Futter reagieren.

Viele Studien weisen außerdem darauf hin, dass selbst gekochtes Katzenfutter, beziehungsweise selbst gemachtes Rohfutter selbst dem teuersten gekauften Katzenfutter qualitativ und preislich überlegen ist - und man selbst als liebevoller Katzenhalter weiß, was man seinem Liebling da füttert.

Alternatives Katzenfutter: B.A.R.F

Vor allem die so genannte BARF-Fütterung (BARF = Biologisch Artegerechtes Rohes Futter) wird von immer mehr Züchtern, Katzenliebhabern und Tierärzten empfohlen, da es einfach näher an der ursprünglichen Nahrung der Katze ist und daher sehr viel gesünder ist.

Natürlich kann man einer Katze, die ihr Leben lang nur Trocken- und Nassfutter gefressen hat, nicht von einem Moment zum anderen rohes Fleisch hinstellen - egal wie liebevoll es zubereitet wurde.

Daher empfielt es sich (vor allem, wenn man nur als Ergänzung oder Abwechslung zum Fertigfutter Katzenfutter selbst machen möchte), der Katze sorgfältig gegartes Fleisch zu füttern, das mit einigen anderen Dingen angereichert wird.

Katzenfutter Rezept zum Nachkochen

Ein gutes Rezept kann zum Beispiel so oder so ähnlich aussehen:

Zutaten (für 4 Portionen - also für 2 Tage):
- 200g rohes, unbehandeltes (also gewürzfreies) Hühnerfleisch
- 10g Gemüse (z.B. Brokoli) oder (vorher eingeweichte) Weizenkleie
- 1 Kapsel Lachsöl

Das in mittelgroße (1-2cm Kantenlänge) zerkleinerte Hühnerfleisch mit dem Gemüse/der vorher eingeweichten Weizenkleie in einen Topf geben und mit möglichst wenig Wasser bedecken.

Das ganze 5 bis 10 Minuten lang kochen, bis das Hühnerfleisch durch ist, von der Platte herunternehmen, in einen sauberen Napf füllen und mit dem Lachsöl aus einer Kapsel vermischen.

Fertig!

PS: Wer sich nicht davor ekelt, kann seiner Katze auch Hühnerinnereien mitkochen. Innereien sind reich an wertvollen Vitaminen und Spurenelementen und sehr beliebt bei Katzen. (Bei 50g Innereien nimmt man dann natürlich nur 150g Hühnerfleisch, damit es nicht zu viel Futter gibt!)

Das gleiche Rezept kann man leicht abwandeln, indem man z.B. das Hühnerfleisch durch Fisch ersetzt.

Mieze wirds danken!

Bild CC 2.0 by braydawg

Kommentare:

  1. Tolles Retzept , ich werd`s gleich ausprobieren!!!!!!!!! :-) ;-D

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  2. Schön, dass dir das Rezept gefällt. Ich hoffe, deiner Katze schmeckt es so gut wie meinen. :)

    Lass uns ruhig wissen, wenn du weitere Anregungen hast!

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  3. Mit 200g kommst du auf 4 Portionen? Das reicht bei mir für einen hungrigen Kater. Abe4r ich probiere es mal aus.

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  4. Bei meiner Katze reicht das vollkommen. Sie ist ein zart gebaute Hauskatze mit Angora-Einschlag. Das Futter, das du da für deine Katze kochst, ist wesentlich gehaltvoller als gewöhnliches Katzenfutter, weil keine Gewichts-Zugaben in Form von Aspik darin sind.

    Das normale Gewicht deiner Katze spielt natürlich auch eine Rolle - Kater beispielsweise sind generell schwerer als Katzen und bestimmte Rassen (z.B. Maine Coon) sind ebenfalls schwerer gebaut. Mehr als 300 g sollten es in der Regel jedoch nicht für eine Portion werden, wenn du nicht gerade eine Savannah-Cat bei dir zuhause hast!

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Kochen!

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  5. Danke für das tolle und einfache Rezept. Ganz toll finde ich, dass es mal ein Rezept ohne Kohlenhydrate ist. Hast du noch mehr Rezepte oder kennst du vielleicht ein gutes Buch mit solchen Rezepten? Es ist nicht gerade einfach in Netz etwas brauchbares zu finden... Vielen Dank!

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  6. Dankeschön für das Lob. :)

    Katzen, die eigentlich reine Fleischfresser sind (wenn man von den Mageninhalten der Beute absieht), brauchen wirklich nicht viele Kohlenhydrate. Eiweiß (Fleisch, Fisch) ist das wichtigste.

    Wie gesagt, kannst du das Rezept nach Belieben abändern. Mit Fisch (beispielsweise Forelle) gelingt (und schmeckt!) es genauso wie mit Kaninchen. Auch Rind ist denkbar. Von Schwein rate ich allerdings ab, weil dieses Fleisch am wenigsten gehaltvoll bei höherem Fettgehalt ist.

    Auch anderes Gemüse (z.B. Möhren) kannst du versuchen.

    Ich kenne leider kein Buch, das Katzen-Rezepte beinhaltet. Nur zum Thema B.A.R.F. (biologisch artgerechtes Roh-Futter) kann ich dir raten, dich mal unter Amazon umzuschauen.

    Generell ist Barfen eine sehr gute Alternative, wenn man sich gründlich und gewissenhaft einliest!

    Viel Spaß und Kreativität beim Kochen für deine Katze!

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